WAs ist NB?

Aber was steckt eigentlich dahinter?
Nachhaltigkeit schreibt sich mittlerweile der Großteil der im Bauwesen Tätigen auf die Fahne.
Erst mal eine positive Entwicklung! Zumal vor einigen Jahren Nachhaltiges Bauen noch eine Nische mit wenigen Vorreitern war. Schaut man genauer hin wirken einige Bauten, die als nachhaltig deklariert werden, jedoch wenig umwelt- und menschenfreundlich. Bezeichnet wird dieses Phänomen als „green washing“. Es wird einem nicht leicht gemacht, sich im Dschungel aus Labeln und Zertifizierungen zurecht zu finden. Es lohnt sich daher genauer hinzuschauen und gegebenenfalls nachzufragen. Auch wenn es unbequeme Fragen sind. Glücklicherweise gibt es mittlerweile zahlreiche Aus- und Fortbildungen und Veranstaltungen zu verschiedensten Aspekten des nachhaltigen Bauens. NachhaltigkeitsmanagerInnen, EnergieberaterInnen, BaubiologInnen, LehmbauerInnen, Zertifizierungs-Auditoren – um nur Einige zu nennen. Und natürlich alle im Bauwesen Tätigen, die sich auf dem Gebiet weiterbilden. Das Weiterbildungsangebot in dem Bereicht ist mittlerweile auch mannigfaltig. Ebenso hat das Thema Nachhaltigkeit Einzug in die Lehre gefunden und ist an vielen Hochschulen fester Bestamdteil des Lehrplans.

Für mich als Innenarchitektin bedeutet Nachhaltigkeit, dass wir heute so bauen – oder wenn möglich umbauen – dass was an Ressoucen verbraucht wird, wieder nachwachsen, sich regenerieren oder recyclet werden kann. Nur so können wir auch in Zukunft weiter bauen und leben. Auf sozialer Ebene bedeutet dies für mich, Gebäude und Räume zu schaffen, in denen sich Menschen langfristig wohl fühlen und gesund bleiben. Jenseits von kurzweiligen Trends. Sondern durch zeitlose und menschenfreundliche Gestaltung, die von Bestand ist. Ganz nach dem Motto „Less is more“.

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